Künstler und Freunde der Galerie Hohenthal und Bergen
Dauer der Ausstellung: 28. September bis 7. November 2009, Ort der Ausstellung: Mommsenstrasse 35, 10629 Berlin,Öffnungszeiten: Di und Sa 11-14 Uhr, Mi-Fr 14-18 Uhr.
Zur Ausstellung erscheint das Buch „Katja Ka – Retrouvagen“ (Cat. Raisonée), mit einem Text von Jürgen Schilling; Herausgeber: Peter Chevalier, im Verlag Wilfried Dickhoff Berlin (www.wilfried-dickhoff.com) „Im Fokus der jahrzehntelangen Recherche Katja Ka’s stand die Verknüpfung der künstlerischen Gattungen: Architektur, Malerei und Plastik; dabei war ihre Vorgehensweise Wandlungen unterworfen, die dem Zeitgeist ebenso geschuldet waren wie dem ganz persönlichen Erleben. Unterschiedlichste eigenwillig und leidenschaftlich verfolgte Zielsetzungen bedingten vielfältige Ausdrucksweisen, denen gemein ist, dass sie auf Gestaltungen abzielten, die – auf vorhandenen einfachen Mitteln aufbauend – bei einer ersten Begegnung eher improvisiert als auf ein perfektes Ergebnis hin ausgerichtet erscheinen. Katja Ka’s Auseinandersetzung mit Architektur, also umbauter Räumlichkeit, setzte mit jenen Malereien ein, die seit Beginn der 80er Jahre des vorigen Jahrhunderts entstanden. Die Beschäftigung mit Problemen plastischen Gestaltens dauerte an und überlagerte schließlich das Interesse an der Malerei – welches in späteren Werken weiterwirken sollte – und führte schließlich zu einer letzten, über Jahre realisierten Werkgruppe, für die Katja Ka den kennzeichnenden Begriff der Retrouvagen einführte. Dabei handelt es sich um Assemblagen, die Katja Ka aus anonymen Fundstücken unterschiedlichster Provenienz montiert; allerdings unterscheidet sich ihre Arbeit von der anderer mit vorgefundenen Objekten experimentierenden Künstlern dadurch, dass sie sie berechnend und zielgerichtet anordnete. Sie fügte feste Rollen, Pappen mit Lamellen, übereinander gekoppelte eiförmige Scheiben, Halbkugelkränze, Teile von Kartonagen, Whisky- und Mozart-Kugel-Verpackungen, Draht, Stäben und Gips zu komplexen Modellen fiktiver Architekturen. Diese Gebäude, weniger als Behausungen denn als Monumente konzipiert, wirken einerseits verschlossen, abweisend und auch im kleinen Format wuchtig und massiv, andererseits klingt Verletzbarkeit und Sinnlichkeit an, ein Eindruck, der partiell auf die fragile Materialität, besonders jedoch auf die subtile Behandlung der Oberflächen zurückzuführen ist.“ (Auszug aus dem Text von Jürgen Schilling) In der Ausstellung werden Katja Ka´s Retrouvagen begleitet von einem Bild ihres Mannes Peter Chevalier und ihrer Tochter Lea Asja Pagenkemper. Katja Ka wurde 1950 in Stuttgart, unter dem Namen Katja Hajek geboren. Sie starb 2008 in Berlin nach schwerer Krankheit. 1975-1981 absolvierte sie das Studium an der Hochschule der Künste Berlin als Meisterschülerin bei Prof. Raimund Girke. Von 1980 bis 1999 schuf sie Wandbilder und andere Farbraumklänge im Innen- und Außenraum, unter anderem: Fraenkelufer (Berlin 1980), Treppenhaus (Alte Oper, Frankfurt 1981, Kat.), Der Blaue Weg (Stuttgart 1981), Bunkerdach an der Donau (Regensburg 1981), Ein Blauer Raum (Fribourg, Schweiz 1981, Kat.), Die Gelbe Treppe am Kanal (Berlin 1983), Von Innen nach Außen, von Außen nach Innen (Pécs, Ungarn 1984, Kat.), Raumbild von hier aus (Düsseldorf 1984, Kat.), Die Sturmhöhen von Emily Bronté (Berlin 1984), Der Gang zur Psyche (Museum des 20. Jahrhunderts, Wien 1985, Kat.), Berlino Riconstruzione (Rom 1987, Kat.), Interferenzen (Riga, Lettland; St. Petersburg, Russland 1991, Kat.), 31 Metallbildner (Tokyo 1997, Kat.). Seit 2000 arbeitete sie an den „Retrouvagen“ (unter dem Namen Katja Ka) Eine Auswahl der Retrouvagen aus den Jahren 2000-2006 wurde im Jahr 2007 in der Bauhaus Universität Weimar gezeigt, wo sie von 2006 bis 2008 als Wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig war.Moskau, Projekt Fabrika: "Gastarbeiter des Geistes", mit Alexander Sigutin, ab 20. September
Moskau, Galerie Krokin: "Traktoristen", ab 21. September
Moskau, Galerie Guelman: "Russian Povera", ab 25. September
In der Sommerpause von 4.08.-29.08. ist nur nach Vereinbarung geöffnet
Dienstag und Samstag: 11-14 Uhr,
Mittwoch bis Freitag: 14 - 18 Uhr und nach Vereinbarung
Jan Meier, geboren 1978 in Leonberg, Deutschland, besuchte 1999-2000 die Hogeschool voor de Kunsten in Arnheim (Holland) und 2000-2004 die Kunstakademie Düsseldorf, wo er als Meisterschüler bei A.R.Penck abschloss.
"Jan Meiers neue Werke, vom Großformat in Öl bis zum collagierten Aquarell in Briefgröße, verbindet eine malerische Herangehensweise, die auf Reihung und Serie, auf Wiederholung und Einübung gründet. Vögel auf Zweigen sind locker auf der Bildebene verteilt und eingefasst in Blattstrukturen, die formal annähernd naturalistisch dargestellt sind, um dann wie ein schnell ausgeführtes piece in Farbläufern auszurinnen. An anderer Stelle lassen grüne, runde Flächen an Blattwerk denken, übernehmen aber gleichzeitig, durch ihre spezifische Form, eine autonom-malerische Funktion, vergleichbar der von Ernst Wilhelm Nays räumlich-flachen Scheiben.
Die Bilder entstehen, um bei der musikalischen Metapher zu bleiben, als Modellierung eines Grundtons oder -rhythmus, als Klangteppich. Ihre Wirkungsweise setzt sich aus vielerlei Faktoren zusammen: der malerischen Qualität der aquarellierten oder lasierten Farbgründe, der ständigen Bereitschaft, im dargestellten Gegenstand die konkrete Form zu zeigen oder umgekehrt die ornamentale Gestalt von Figuren herauszustellen, dem schwierigen Gleichgewicht zwischen der Melancholie der Farben und dem dadaistischen Witz der Bildideen, der Freiheit von Angst vor dem Kitsch. Diese Liste ließe sich verlängern, ..."
Jan Meiers Sinn für das Unprätentiöse, Bescheidene und darin Reale, für das Fragmentarische und Kleine in der Malerei, das er etwa mit dem von ihm geschätzten Wols teilt, kommt dieser Auffassung zugute. Es ist die rechte Größe dieses kleinen Themas, das Meiers Malerei viele Türen aufschließt. Wie mit seinen Portraits oder Barszenen verlässt Jan Meier sich auf seine eigene Erfahrung und Anschauung, auf die Schilderung eines nicht nur persönlichen Ausschnittes der Welt, und konzentriert sich auf die Herstellung eines Kleinen Werks in allen Formaten und Größen."
(Aus: Das Kleine Werk von Stephan Strsembski)
Ebenso wie die vorangegangene Ausstellung "Christopher Le Brun - Landscapes" wurde diese Ausstellung von dem seit kurzem in Berlin ansässigen Verleger und Kurator Wilfried Dickhoff (www.wilfried-dickhoff.com) kuratiert. Zur Ausstellung erscheint der zweite Band einer von Wilfried Dickhoff herausgegebenen Katalogreihe, mit einem Text von Stephan Strsembski (Kurator am Bonner Kunstverein).
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| Hohenthal und Bergen | Diana Hohenthal | 4 | Galerie |
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