„We like to make the people dance!" sagen Timid Tiger. Die Kölner sind seit einigen Jahren dabei, eben jene Vorliebe durch ihre Musik umzusetzen. Ende Februar erschien das aktuelle Album „Electric Island". Die Geschichte des Tigers geht weiter.
Konsequente Entwicklung
Beim Debüt 2005 herrschte noch häufiger die Gitarre, schwebte eine große Idee über allem. Jeder Song sollte eine Geschichte, ein Abenteuer der namensgebenden Cartoonfigur Timid Tiger sein. Der Tiger ist als Bandlogo auch auf dem neuen Album erhalten geblieben, doch das Konzept hat die Band mittlerweile aufgegeben.
Stattdessen entwickelte man den Klang durch Keyboards und Syntheziser dezent in Richtung Disco und schälte die tanzbare Seite mehr und mehr heraus. Eine zwangsläufige Entwicklung, wie Gitarist und Sänger Christian Voß erzählt: „Unsere Musik war eigentlich immer schon sehr tanzbar. Wir legen ja auch als DJ Team auf und produzieren eigene Remixe und Mash-Ups in unserem Studio in Köln."
Ein bunter Stilmix
Mash-Up, das oft wilde und bunte Durcheinander unterschiedlicher Stile, ist genau das richtige Motto für Timid Tiger. „Unsere Musik ist definitiv von vielen Jahrzenten beeinflusst. Wir mixen auf unserem Album viele Styles und Genres, würfeln sie durcheinander und puzzeln sie dann wieder zusammen. 60's Beats und Gitarren, 70's Grooves und Bässe, 80's Synthis, 90's Hip-Hop, 2000er Electro. Von allem etwas." Es ist klar, dass man hier gerne mitmachen und sich bewegen darf.
Der Mix macht's. Was liegt da näher, als selbst einen Song zum Remix freizugeben? Seit Ende Mai haben Timid Tiger mit „Electric Island" direkt den Titeltrack des neuen Albums im Angebot und in Kooperation mit der Online-Community Tracks And Fields einen Wettbewerb ins Leben gerufen. Dem Gewinner winkt neben der Präsentation seines Titels auf MySpace und Facebook auch die Chance auf eine digitale Veröffentlichung in den Weiten des Timid Tiger-Universums, das in Köln sein Zentrum hat.
Daheim in Köln und oft auf Tour
Am Rhein fest verortet, weiß die Band die musikalische Infrastruktur ihrer Heimatstadt sehr zu schätzen. Köln taugt als Umfeld für musikalische Entwicklung, bestätigt Christian Voß. „Es gibt viele Leute die Musik machen, viele Clubs in denen man spielen kann, die c/o Pop findet jedes Jahr statt. Nur die Proberäume sind etwas teuer." Am liebsten gastiert die Band im Luxor, wo man unlängst im April auch während der umfangreichen „Electric Island"-Tour Station machte.
Gegenwärtig steht nun jedoch die Festival-Saison ins Haus und auch hier sind die Kölner äußerst aktiv. Von Massenspektakeln wie „Hurricane" und „Southside" über „Bochum Total" bis zum „Rocco Del Schlacko" in Puttlingen, wird man Timid Tiger auf der Bühne erleben können. Das schönste am Festival-Sommer sei, so Gitarrist Voß, befreundete Bands zu treffen und vor vielen Leuten zu spielen die noch nie vorher von Timid Tiger gehört haben. In diesem Sinne kann man der Band nur viel Spaß für die nächsten Monate und einen guten Sommer wünschen.
mehr Informationen: http://www.timidtiger.com/