Aus Liebe zum Glas

Die hellen wie auch die dunklen Aspekte der Liebe werden in der Ausstellung „In the Name of Love“ der Alexander Tutsek-Stiftung in München beleuchtet. Ungewöhnlich daran ist das verwendete Material der Künstler: Glas in Kombination mit vielfältigen anderen Gegenständen.

Zeitgenössisches Glas

In einer Schwabinger Jugendstilvilla richtet die Alexander Tutsek-Stiftung die Ausstellung aus. 26 Künstlerinnen und Künstler zeigen dort 30 Objekte, die sich alle mit dem Thema Liebe auseinander setzen. Der Mensch sehnt sich seit Urzeiten danach, Liebe und Liebesleid in der Kunst erfahrbar zu machen. Literatur, Musik, Malerei und Skulptur zeugen von diesen ewigen Versuchen. Doch jetzt wird auch Glas als Medium verwendet. Das Material hat eine interessante Entwicklung durchlaufen: Skulpturen zu abstrakten Themen sind an die Stelle von Schalen oder Vasen getreten.

In the Name of Love

Glas in Kombination mit ungewöhnlichen Materialien wie beispielsweise Ästen, Stoffen, Fotografien oder Drahtgeflecht zeichnen diese ungewöhnliche Ausstellung aus. Unter dem Thema „In the Name of Love“ machen internationale Künstler mit ihren aktuellen Glasskulpturen Liebe und Liebesleid teils sinnlich und poetisch, teils frech und provozierend erfahrbar. Zur Ausstellung ist außerdem ein aufwändig fotografierter Katalog erschienen, der auch denjenigen die Chance gibt, die Ausstellung hautnah zu erleben, die nicht nach München kommen können.

Glas in der Kunst

In den letzten Jahrzehnten hat sich das Material Glas zu einem interessanten Bereich für die Kunst entwickelt, indem subtile, abstrakte, und transzendente Themen aufgegriffen werden, die mit anderen Materialien so kaum auszudrücken sind. Ein Beispiel sind die zweckfreien Vasen von Emile Gallé oder Daum. Mit der Studioglasbewegung, die 2012 ihr 50-jähriges Jubiläum feiert, hat das Material Glas eine dramatische Veränderung erfahren: weg von dekorativen, gebundenen Formen wie Vasen oder Schalen, hin zu vieldeutigen Aussagen. Das Medium Glas hat sich so zumeist unbemerkt zu einem eigenständigen Bereich in der Kunst entwickelt.

Die Facetten der Liebe

Es gilt die hellen, aber auch dunklen Seiten der Liebe zu erspüren, wie bei dem aus vielen Teilen zusammengenähten Flügel der jungen Kanadier Tanya Lyons & Mathieu Grodet. Sie vermitteln die Hochstimmung der Liebe, lassen aber auch an die Gefahr denken, sich zu verbrennen. Die Künstler demonstrieren in emotionalen eindringlichen Arbeiten die grausame Macht der Liebe, Herzen zu zerstören (Ariane Forkel) oder gar herauszureißen (Simone Fezer). Das nebeneinander stehende glatt geschliffene Paar von Franz X. Höller lässt deutlich werden, dass Kompromisse die Partnerschaft formen. Außerdem sind die Zuneigung von Geschwistern oder die spezifische Liebesbeziehung zwischen Mutter und Kind vorherrschende Themen. Lino Tagliapietra beschäftigt sich mit der Liebe zur Heimat in Form von tiefgründig farbigen Reflektionen im Wasser Venedigs.

Alexander Tutsek-Stiftung

In Deutschland haben Künstler kaum ein Forum für Glaskunst und es gibt nur wenige Möglichkeiten, diesen Bereich der Kunst kennen zu lernen. Ziel der Alexander Tutsek-Stiftung ist es mit regelmäßigen Ausstellungen von zeitgenössischen Skulpturen aus Glas, dem Ausbau einer international angelegten Sammlung, sowie der Förderung von Aus- und Weiterbildung von Künstlern einen größeren Kennerkreis für das Glas der Gegenwart zu erschließen. Seit 2008 ist zudem die moderne Fotografie ein weiterer Schwerpunkt. Die Stiftung wurde im Dezember 2000 von Alexander Tutsek und seiner Frau Dr. Eva-Maria Fahrner-Tutsek gegründet. Sie hat ihren Sitz in einer denkmalgeschützten Jugendstilvilla in München-Schwabing.

Weitere Informationen

In the Name of Love 7. Februar bis 7. November 2012

Dienstag und Mittwoch 10.00 – 14.00 Uhr,Donnerstag 14.00 – 17.30 Uhr

Alexander Tutsek-Stiftung

Karl-Theodor-Str. 27

80803 München

Tel.: 089-343856

E-Mail: info@atutsek-stiftung.de

Expertenstimmen Archiv

DatumSortiericonTitel
18.Jun.2013Gestalten und Beobachten
13.Jun.20132500 Quadratmeter Glitzerwelt
11.Jun.2013„Im Alter möchte ich Udo Jürgens sein“
07.Jun.2013„Fresse halten, Bass spielen“
29.Mai.2013Erfrischend mutig - Rosalie Thomass
23.Mai.2013Imogen Kusch ‑ ein "24-Hour-Artist"
20.Mai.2013Visuelle Themenwelten
18.Mai.2013Himmel und Wasser
18.Mai.2013Bösewicht mit großem Herz
16.Mai.2013Musterhaft
10.Mai.2013Berlin Transit
10.Mai.2013„Theater ist für mich der Ur-Moment“
09.Mai.2013Cindy Sherman im MoMA
09.Mai.2013Für Recht und Gerechtigkeit
09.Mai.2013Kunst und Kommunikation
08.Mai.2013Mehr als kleine Strichmännchen
08.Mai.2013Schauen und Staunen
08.Mai.2013Designzauber aus dem Norden
08.Mai.2013Näkemiin Suomi!
08.Mai.2013Lebendige Folien - Media Art von Saana Inari
08.Mai.2013Szenetreff versus Beschaulichkeit
08.Mai.2013Jung und echt unter deutscher Flagge
08.Mai.2013Der Malteser Schatz
08.Mai.201340 Jahre „Schwarzer September“
08.Mai.2013Glamour auf rotem Teppich
08.Mai.2013Produktion und Verwertung
08.Mai.2013Bilderkrieg
08.Mai.2013Das menschliche Maß
08.Mai.2013Ein scheinbar unmögliches Projekt
08.Mai.2013Blindes Verständnis
08.Mai.2013Tanz, Musik, Film und Text
08.Mai.2013WÖRTER VON MORGEN (Teil I)
08.Mai.2013WÖRTER VON MORGEN (Teil II)
08.Mai.2013Revolutionär in München
08.Mai.2013Frecher Salon
08.Mai.2013Umstritten und gefeiert
08.Mai.2013MUSIC IN YOUR FACE – VIA YOUR EARS
08.Mai.2013Bittere Künstlersatire
07.Mai.2013 Der Massenkultur entgegen
05.Mai.2013 Ein Traum fürs Leben
03.Mai.2013Knallgelbe Friedenserklärung
27.Apr.2013Vision vom urbanen Klangkörper
24.Apr.2013Sahra Wagenknecht, die Linke
23.Apr.2013HEX ‑ Urban Tattoos
17.Apr.2013Konkurrenz am Wühltisch
17.Apr.2013Hochbrisante Wirklichkeit
11.Apr.2013Changierende Distanz
11.Apr.2013"Litauen gibt seinen Künstlern Nahrung"
06.Apr.2013Bunte Diskursmode für alle
27.Mär.2013Im Taxi mit Jeanne Moerau
19.Mär.2013"Die Kunst in Ungarn ist nicht unfrei"
10.Mär.2013An der Zukunft mitbauen
10.Mär.2013 Mit Blick in die Ferne
07.Mär.2013Erfahrungen aus der Griffzone
05.Mär.2013Da müssen wir ein Buch draus machen!
04.Mär.2013Liebe und Unzufriedenheit
03.Mär.2013Herztöne – ein Gespräch mit Jennifer Ulrich
14.Feb.2013"Film als Brennglas der Stadtgeschichte"
10.Feb.2013MANCHE DINGE HABEN DAUER
09.Feb.2013Kino ist Kunst und Kommunikation
04.Feb.2013Jackie Kennedys Kleider
02.Feb.2013Glückliche Horrormutter
29.Jan.2013Indigene Filmperlen auf der Berlinale
21.Jan.2013Auf allen Bühnen gleichzeitig tanzen
20.Jan.2013Mozart nach Zahlen
19.Jan.2013ÜberdieKäfferTinglerundmitBetonungVorleser
18.Jan.2013Sittengemälde oder Sozialpornographie?
15.Jan.2013"Ich will einen depperten Wiener spielen!"
14.Jan.2013Geburtstag einer Cartoonistin
14.Jan.2013Hochkaräter zum Discountpreis    
10.Jan.2013„Ich war dann halt immer die Pluhar“
09.Jan.2013Helmut Newton – Eine Welt ohne Männer
05.Jan.2013Malen ist meine Meditation
30.Dez.2012Nackte Männer
30.Dez.2012Der WOW-Effekt
28.Dez.2012 Silence – Der Wahnsinn der Alltäglichkeit
25.Dez.2012Im Bauch von Berlin
15.Dez.2012MTV-Clipart trifft auf Emotion
15.Dez.2012Die Frage der Kraft
08.Dez.2012Verstand und Gefühl
05.Dez.2012 Kunstkritik für Gebildete
03.Dez.2012Der Garmisch-Cop in Berlin
02.Dez.2012Spaß an der Freude
29.Nov.2012Rostige Nägel und Filmsternchen
27.Nov.2012Spielraum für Heldinnen
27.Nov.2012Jahres-Zeitenwechsel
22.Nov.2012Endlich erwachsen – dank Pastewka
20.Nov.2012Auf Herz und Nieren geprüft
20.Nov.2012Bernd ist jetzt ganz gut festgehalten
19.Nov.2012Blockflöten-Botschafterin
16.Nov.2012"Ich will eine Kinski-Erscheinung sein"
14.Nov.2012Literatur pur!
11.Nov.2012„Auf die Länge kommt es an“
05.Nov.2012Rätselreise durch fünf Jahrhunderte Malerei
05.Nov.2012Im Geiste der Moderne
31.Okt.2012Geschichtenerzähler
31.Okt.2012Mode-Hybride bei Dulce Estrada
24.Okt.2012V-Couture: Mut zum Korsett!
24.Okt.2012Das tektonische Chaos
24.Okt.2012Leserbrief - Babelsberger Schule
24.Okt.2012Sequioa Tees - Anziehende Kunst
21.Okt.2012Bei Nacht und Nebel
21.Okt.2012globe-M Interview: Leah Stuhltrager
21.Okt.2012Nonkonformismus ohne Manifest
16.Okt.2012Berlinale-Burnout
16.Okt.2012Arktische Berlinale
16.Okt.2012GEMÜTLICHE HALBPROMINENZ
16.Okt.2012Meyers Überraschungserfolg
16.Okt.2012MATUSSEK MACHT MUT
16.Okt.2012TEIGTASCHENRAVIOLISONG
13.Okt.2012Gleisdreieck der Kunst
11.Okt.2012Potsdamer Räume
10.Okt.2012Portraits, Porzellan und Propaganda
07.Okt.2012Ein Augenblick für die Ewigkeit
07.Okt.2012Dolce Vita in der Kirche
07.Okt.2012Kritisches Spielzeug
07.Okt.2012Der freie Radikale
07.Okt.2012Zwischen Meeresgöttern und Gestirnen
05.Okt.2012Intellektuelle Alternative
05.Okt.2012Foreign Affairs - Zero Yen Haus und Nowhere
06.Sep.2012Reise in die Welt der Fantasie
03.Sep.2012Technosensual - Mode trifft Technologie
28.Aug.2012Kunst im Zwischenraum
27.Aug.2012Fantasy is Kult
27.Aug.2012Europäischer Dialog in Versen
27.Aug.2012Unter dem Museumsmond
25.Aug.2012Zeitlos Schön – 100 Jahre Modefotografie
25.Aug.2012Alle Wege führen nach…
16.Aug.2012Böse Freiluft-Cartoons
16.Aug.2012Objekte schreiben Migrationsgeschichte
14.Aug.2012"... ein langer Weg zurück"
10.Aug.2012Ruhe tut der Kunst gut
09.Aug.2012Wiener Blut auf der Berlinale
08.Aug.2012Justinus Pieper trifft ... Gabriele Gärtner
06.Aug.2012Die schöpferische Welt verstehen
03.Aug.2012Special Coaching Methode
01.Aug.2012Von Katzen und Vampiren
20.Jul.2012Entfesselte Kunst
15.Jul.2012Wiener Gold
02.Jul.2012Fähnchen jeglicher Couleur
26.Jun.2012Unsichtbares auf Zelluloid gebannt
24.Jun.2012BAYERISCH-SIAMESISCHE ZWILLINGE 1|2
21.Jun.2012Flüssiges Schwarz
21.Jun.2012Schlau kooperiert
11.Jun.2012Fotokunst im Kiez
02.Jun.2012Gegen den Mainstream
02.Jun.2012„...ein ganz merkwürdiger Anachronismus“
30.Mai.2012Kunstüberschreitungen
30.Mai.2012René Gruau - Mode und Automobil im Dialog
25.Mai.2012DIA:Beacon - Minimal Art im Vorstadtidyll
24.Mai.2012Google Ludens
24.Mai.2012Schiaparelli und Prada - Imaginäre Konversation
21.Mai.2012Von Playboy-Häschen und Theatergrößen
14.Mai.2012Mehr als nur Harfe
09.Mai.2012Gleich-anders: Nähseide und Beton