Deutscher Buchpreis 2010

Der beste deutschsprachige Roman des Jahres 2010. Nun, es scheint ein wenig anmaßend, dass eine Jury aus sieben Personen entscheiden kann, welches Buch diesen Titel verdient hat. Auch wenn beim Deutschen Buchpreis 2010 illustre Namen in der Jury sitzen:

Jobst-Ulrich Brand ist stellvertretender Leiter des Kulturressorts des FOCUS.

Dr. Julia Encke, die Jurysprecherin, ist Feuilletonredakteurin der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

Thomas Geiger ist Mitarbeiter des Literarischen Colloquiums Berlin.

Ulrich Greiner ist Feuilletonredakteur der ZEIT und Herausgeber des ZEIT-Literaturmagazins.

Dr. Burkhard Müller ist Feuilletonjournalist bei der Süddeutschen Zeitung und Träger des Alfred-Kerr-Preises für Literaturkritik.

Ulrike Sander leitet seit 1998 im Tübinger Haupthaus der Buchhandelskette Osiander und koordiniert den Zentraleinkauf der Belletristik in dem Familienunternehmen.

Und Cornelia Zetzsche ist Literaturredakteurin beim Bayerischen Rundfunk und Dozentin an der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Andererseits: Auch der Papst wird von einer unverhältnismäßig kleinen Zahl von Kardinälen bestimmt, warum dann also nicht die Bestimmung des besten Romans eines Jahres in die Hand von sieben Experten legen?

Longlist

Seit ein paar Tagen haben diese Sieben nun aus 148 eingereichten Büchern die 20 besten für die sogenannte Longlist nominiert. Am 8. September werden aus diesen 20 Titeln dann sechs für die Shortlist prämiert, am 4. Oktober wird der Gewinner bekannt gegeben.

Beteiligt hatten sich 65 Verlage aus Deutschland, 14 aus Österreich und fünf aus der Schweiz, die jeweils höchstens zwei aktuelle Romane bei der Jury einreichen durften – und die 20 Longlisttitel halten einige Überraschungen bereit.

Natürlich muss auch dieses Jahr wieder gesagt werden: Bei den großen beziehungsweise alteingesessenen Verlagen häufen sich die Nominierungen: Unter den 20 Nominierten sind drei Titel des Kiepenheuer & Witsch Verlages, drei Titel des Carl Hanser Verlages, je zwei Titel sind bei Suhrkamp und Dumont erschienen.

Erfreulicherweise sind jeweils ein Titel der ambitionierten Independent-Verlage Klöpfer & Meyer, Droschl Literaturverlag, Jung und Jung Verlag und Verbrecher Verlag nominiert. Auch wenn die Independents immer noch unterrepräsentiert sind, ist das Ungleichgewicht in diesem Jahr nicht so groß wie in den Vorjahren.

25.000 Euro

Dem Siegerbuch winken 25.000 Euro und darüber hinaus eine unbezahlbare mediale Aufmerksamkeit. Diese bekommen allerdings auch schon die 20 Nominierten der Longlist, stolz posten die Verlage die nominierten Romane bei Facebook.

Doch was taugen die 20 Nominierten? Wer hat die besten Chancen auf die Shortlist und den Titel? Und welches Buch wird wohl beim gemeinen Publikum am meisten Resonanz finden? Diesen und anderen Fragen wird globe-M in den nächsten Tagen nachgehen, indem die Redaktion die 20 nominierten Romane in appetitlichen Häppchen vorstellt und völlig subjektiv deren Chancen einschätzt.

Wir sind gespannt, ob wir richtig liegen!

Alle Infos unter: www.deutscher-buchpreis.de

Die Buchvorstellungen finden Sie hier:

Teil 1

Teil 2

Teil 3

 

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