Der Council of Fashion Designers of America (CFDA) kürte diese Woche zum achten Mal die vielversprechenden jungen Talente mit seinen CFDA/Vogue Fashion Funds. Neben 300 000 Dollar für den Sieger und 100 000 für die Zweit- und Drittplatzierten, beinhaltet der Award auch ein Mentoringprogramm mit den ganz großen Namen der Branche.
Die Zukunft sieht also rosig aus für Joseph Altuzarra, Creatures of the Wind und Pamela Love, die mit den Preisen nach Hause gehen durften.
Der neue Star am Modehimmel
Altazurra, der in Paris aufwuchs, studierte Kunstgeschichte in Philadelphia und darf sich nun in einem Atemzug mit Alexander Wang, Doo.Ri und Proenza Schouler Preisträger des CFDA/ Vogue Fashion Funds nennen. Seine Kreationen, die er in seinem Atelier in New York designt, beschreibt er als Hybride aus französischem Chic und New Yorker Zeitgeist. Seine typische Kundin sieht er als Businessfrau, die praktische und moderene Kleidung vereint haben will. Die Kollektion für Frühjahr/Sommer 2012 besteht dementsprechend aus einer Mixtur aus sportlichen und technisch anmutenden Materialien, kombiniert mit modernen Silhouetten und avantgardistischen Schnitten.
Die Psychedelischen Windkreaturen
"Creatures of the Wind" heißt das Label der Vizegewinner Shane Gabier und Chris Peters, deren Vision für F/S 2012 eine bunte Mischung aus grellen Knallfarben, Blumenmustern und Spitze in den wildesten Kombinationen ist. Ihre Inspiration sei die "sich auflösende Realität" gewesen, die unter Drogeneinfluss entstehe, in diesem Falle unter Wirkung von Salvia, auch Azteken- oder Zaubersalbei genannt. Selbstverständlich hätten sie den Zaubertrank nicht selbst ausprobiert, sondern sich auf Berichte experimentierfreudiger Freunde verlassen. Die Kollektion bleibt, trotz ihrer Ausgelassenheit, tragbar und einfach kombinierbar.
Die Marokkanischen Kronjuwelen
Pamela Love, die Dritte im Bunde, ist eine Schmuckdesignerin aus New York. Die großflächigen Schuckstücke ihrer Sommerkollektion 2012 wie Ketten, Armreife oder Ringe wurden von Marokko, dem Traumreiseziel der Designerin, inspiriert. Sie wirken daher hippie-esk mit einer Prise afrikanischer Stammeskulturen. Sie sind nicht leise und zurückhaltend. Es handelt sich bei Love's Stücken vielmehr um Statement-Pieces. Große Metallplatten mit herabhängenden Dreiecken, geometrische Goldarmreifen, die vom Ellbogen bis zum Handgelenk reichen, und Ringe mit gigantischen Halbedelsteinen schmücken ihre extravaganten Kundinnen.