Schnäppchenjäger im Glück: Dubai ist ein Einkaufsparadies, das seinen englischen Spitznamen „Do Buy“ redlich verdient hat. Das öffentliche Leben findet größtenteils in den tiefgekühlten Shoppingmalls statt.
Shoppen wie im Paradies
Wer weiß, wie teuer die begehrten Sachen zu Hause sind, und gut feilschen kann, findet in Einkaufszentren und auf den Märkten alles, was das Herz begehrt – zu günstigen Preisen. Es lohnt sich, fast leere Koffer in den Dubai-Urlaub mitzunehmen. Viele Designer-Labels oder amerikanische Marken, wie Gap, Timberland oder Nike, sind hier unschlagbar günstig auch wenn es vielleicht nicht immer die neuesten Kollektionen gibt. Der grellen Sonnen wegen hat jeder Emirater mindestens zwei bis drei Sonnenbrillen, dementsprechend hoch ist auch die Dichte der Optiker-Läden.
Mega-Konsumtempel
Mit Shoppingfestivals werden die Käufer in die vollklimatisierten Malls gelockt, und die Kreditkarten laufen heiß. Jedes Jahr werden neue und noch größere Komplexe eröffnet. Das neueste Zentrum ist derzeit die Mall of the Emirates mit dem bekannten Ski Dubai Komplex. Weitere sind das Deira City Centre, Wafi Mall, Mercato Mall und der Burj Juman Centre. Sie gehören zu den prächtigsten Einkaufszentren der Welt und bieten eine unerschöpfliche Auswahl an Markenartikeln, die oft schon wegen der Steuerfreiheit günstiger sind als in Europa. Scheinbar kann sich da lohnen nur zum Einkaufen in die Wüste zu fliegen.
Alte Händlertradition
Wer hingegen orientalisches Flair sucht, findet es zum Sonnenuntergang in den Souks am Dubai Creek. Schmuck kauft man am besten im Gold-Souk. Hier wird jedes Gramm aufgewogen – die Handarbeit gibt es gratis dazu. Im Gewürz-Souk nebenan gibt es in großen Körben herrlich duftenden Kardamom, das Grillgewürz Zatar, Nelken, Sandelholz oder Zimt aus Indien, Weihrauch und Myrrhe aus Oman und nicht zuletzt Safran aus dem Iran. Im Textil-Souk kann man einen guten Deal mit edlen Pashmina-Tüchern machen. Die feinste Qualität muss durch einen Ring passen. Zudem findet man viele Schneider, die für wenig Geld und in kürzester Zeit Maßanzüge und Kostüme schneidern.
Arabische Mitbringsel
Hervorragende Mitbringsel sind Datteln, die in jeder Qualität angeboten werden, ebenso Dattelsirup, Dattelsekt oder Dattelhonig. Wer den mit Kardamom aromatisierten Kaffee mag, kann sich einige Pakete der Mischung im Supermarkt einpacken lassen. Zum Verbrennen von Dufthölzern gehört ein tönerner Weihrauchbrenner und wer eine Schwäche für Düfte hat, reist sicher nicht ohne schweres Parfümöl aus Moschus und Amber in schönen Kristallflakons zurück, die individuell angemischt werden. Zu Hause kann das Orient-Feeling auch mit Wasserpfeifen, arabischer Lounge-CDs oder Kaffeekannen mit Schnabelausguss, den „Dallah“, weiter gepflegt werden.
Feilschen für Anfänger
Wer in Dubai nicht feilscht, ist selber schuld. Auch in den glitzernden Einkaufspassagen mit Festpreisen kann sich eine Frage nach einem Discount oder Sonderangebot lohnen. In den Souks allerdings ist Feilschen Pflicht und eine hohe Kunst dazu. Die Händler wären fast enttäuscht, würde man den erstverlangten Preis bezahlen. Die wichtigsten Regeln sind: moderat kleiden, in mehreren Läden anfragen, arabische Höflichkeitsfloskeln lernen, auch an anderer Ware interessiert sein, zu Beginn 60% des Preises anbieten und schließlich abwarten und Tee trinken.
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