Fehler machen als Kunst

Mit ihrer Gruppenausstellung „Einen Fehler machen, alle Fehler machen, ordentlich Fehler machen!“ verweisen junge, internationale Künstler auf eine Schwachstelle in unserer Gesellschaft zwischen „Produktion, Werbung und Konsum” hin.

Ordentlich Fehler machen

Wenn Menschen nur noch funktionieren, gehen sie unter. In den Wirren der Medien, dem Konsum und der Werbung übersehen sie sich selbst. Die jungen Künstler Klaus Erich Dietl, Mari Ishikawa, Masayo Oda, Stephanie Müller, Mirei Takeuchi und Gülcan Turna wollen die Menschlichkeit retten, indem sie diese Problematik visualisieren und auf ironische Art und Weise darstellen.

Der Mensch im Hamsterrad

Diese drei Systeme werden mit menschlicher Arbeits- und Kaufkraft am Laufen gehalten. In einer Gesellschaft helfen alle nach Kräften mit, immer neue Flussläufe für das Kapital zu ergründen. „Selbst Konsumkritik lässt sich längst absatzkräftig als Ware verkaufen“. Die jungen Künstler möchten nun diese Verläufe in ihren Werken ironisch verkehren. Der Blick soll nicht so sehr auf das reibungslose Funktionieren geworfen werden, sondern auf die Schwachstellen der allgemeinen Betriebsamkeit.

Schönheit des Scheiterns

Wer mental nicht mehr funktioniert, wird therapiert – ähnlich wie körperliche „Sollbruchstellen“ bandagiert werden. Aber gerade dort, wo scheinbar nichts mehr läuft – ob bei maschinellen Störquellen oder in menschlichen Schwachstellen verbirgt sich enormes Potenzial. So kann selbst ein „Burn Out“ die Schönheit des Scheiterns beinhalten. Mit der Ausstellung "Einen Fehler Machen, Alle Fehler machen, Ordentlich Fehler machen!" sollen die Kunstarkaden genau zu so einer Sollbruchstelle transformiert werden. Für die einzelnen Installationen sind dabei auch weitgehend ungenutzte Nischen wie Rohre, Heizungen oder Abstellkammern interessant und die Performances möchten Besucher zum Teilhaben einladen.

Kunstarkaden München

Der Schwerpunkt des selbsternannten „Laboratoriums für zeitgenössische Kunst“ liegt auf Ausstellungen zu interkultureller und zeitgenössischer Kunst. Ob Gemälde oder Installation, der Art der Kunst sind keine Grenzen gesetzt. Die Kunstarkaden sind Forum für Experimente und Kunstraum für dialogisch konzipierte Projekte. Gezeigt werden dabei insbesondere Werke junger Künstler, die sich und ihr Schaffen gemeinsam der Öffentlichkeit präsentieren. Jährlich werden in den Kunstarkaden sieben bis acht Ausstellungen, vornehmlich Gruppenaustellungn, gezeigt.

Foto: Kunstarkaden

Weitere Informationen

Einen Fehler machen, alle Fehler machen, ordentlich Fehler machen

21. Februar bis 24. März. Kunstarkaden

Sparkassenstr. 3

80331 München

Tel. 089/233-23784

E-Mail: mehmet.dayi@muenchen.de

 
 

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