Vier Freunde erleben nach einer durchzechten Nacht ihr blaues Wunder. Hört sich bekannt an? Das ist Hangover gone wrong. Die Versager Adam (John Cusack), Lou (Rob Corddry) und Nick (Craig Robinson) machen sich auf den Weg ins Kodiak Valley, dem angesagten Party-Spot ihrer Jugend. Mit von der Partie ist auch Adams jüngerer Neffe Jacob (Clark Duke).
"Der Whirlpool ... ist 'ne verdammte Zeitmaschine"
Enttäuscht müssen sie feststellen, dass die Zeit an dem Ski-Ort nicht spurlos vorübergegangen ist. Und auch sie selbst sind nicht mehr die Frischesten. Unzufrieden mit ihrem Leben trauern sie ihrer Jugend nach. Dank eines Whirlpools und sehr viel Alkohols bringt der müde Haufen aber doch noch ein anständiges Gelage zustande. Am nächsten Morgen wartet eine Überraschung auf sie. Irgendwie sind sie im Whirlpool zurück ins Jahr 1986 gereist. In diesem Jahr waren sie als junge Männer ebenfalls im Kodiak Valley. Inspiriert durch den Film The Butterfly Effect beschließen sie alles genauso wie vor 24 Jahren zu machen, um die Zukunft nicht zu verändern. Natürlich scheitert dieser Plan...
Hangover meets Zurück in die Zukunft
Was Hangover so witzig vormachte, nämlich wie Männerfreundschaften in Extremsituationen zusammenwachsen, geht bei Hot Tub im wahrsten Sinne des Wortes in die Hose. Neben pubertären Fäkalhumor ist vor allem die Darstellung der Frauen beschämend. Sie sind entweder dumme Sex-Häschen oder boshafte Schlampen und natürlich wird mit der Zurschaustellung sekundärer weiblicher Geschlechtsmerkmale nicht gegeizt. Zudem ist die Geschichte um die drei Jugendfreunde unglaubwürdig. Da helfen auch die ständigen High Fives nicht.
Auch die Verweise auf Zurück in die Zukunft (zum Beispiel Crispin Glover in einer Nebenrolle) tun dem Film nicht gut. Immerhin ist die Trilogie mit Michael J. Fox der Klassiker unter den Zeitreise-Filmen. Damit kann sich Hot Tub nicht messen. Eigentlich schade, denn das Comeback von Chevy Chase, der Komiker-Legende der Achtziger Jahre, hatte man sich irgendwie lustiger vorgestellt.
Bleibt am Ende nur eine Frage: Warum hat sich John Cusack dazu bereit erklärt, in diesem Film mitzuwirken? Der Schauspieler ist für seine sensiblen Darstellungen in High Fidelty und Being John Malkovich bekannt und tut seinem Image mit diesem peinlichen Buddy-Movie keinen Gefallen.
Filmstart: 30. September 2010