Im Garten eines großen Künstlers

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von Sabine Glaubitz

«Miró en son jardin» in Saint-Paul de Vence ist eine einzigartige Ausstellung, denn sie zeigt erstmals Gemälde, Zeichnungen und Skulpturen, die ausschließlich aus dem Besitz der Familie und der 1964 gegründeten Stiftung stammen und nur selten der Öffentlichkeit gezeigt werden.

«Meine Eltern waren mit Juan Miró befreundet. Er verbrachte ab 1948 jedes Jahr zwei Monate in Saint-Paul de Vence. Viele der ausgestellten Werke entstanden hier», sagte Isabelle Maeght, die Enkelin des berühmten französischen Sammlerpaars Marguerite und Aimé Maeght.

Zu den Werken, die nur selten zu sehen sind, gehören die herrlichen Keramikteller, die Miró mit seiner typischen naiven, skurrilen Bildschrift verziert hat. Erstmals ausgestellt ist auch der Entwurf des riesigen Keramik-Wandreliefs «Mond- und Sonnenmauer» für das Pariser UNESCO-Gebäude, für das Miró 1958 den Großen Internationalen Preis der Guggenheim-Foundation erhielt.

Mirós Werk umfasst Skulpturen, Gemälde, Keramiken, Radierungen, Lithographien und Holzschnitte. «Er interessierte sich für jede neue Technik, er war wie ein Kind in der Schule, stets bereit, Neues zu lernen», erklärte Isabelle Maeght. So war er einer der ersten, der seine Bronzeskulpturen mit bunten Farben bemalte und mit Epoxyharz arbeitete, das heute überwiegend im Automobilbereich verwendet wird. Die Ausstellung gibt einen herrlichen Überblick über das auf rund 8000 Kunstobjekte zählende Gesamtwerk Mirós,dessen beachtlicher Teil befindet sich im Besitz der Familie und der Stiftung Maeght.

 

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