Museumsrundgang: Paris, Wien, NY, London

Jamea Ensor

Große James Ensor Ausstellung in Paris: 60 Jahre nach dem Tod des belgischen Malers aus Ostende widmet das Orsay-Museum dem einzigartigen Zeichner und Koloristen eine umfangreiche Ausstellung. Mehr als 90 Werke, darunter Gemälde, Zeichnungen, Lithographien und Holzschnitte sind bis zum 4. Februar zu sehen.

Seine Zeitgenossen nannten James Ensor (1861-1949) den «mutigsten und kühnsten» Maler. Er bildete vorzugsweise Menschen mit Masken oder Krustentiere ab. Die Werke sind in den Jahren 1889 bis 1937 entstanden und reichen von naturalistischen Darstellungen bis hin zu bizarren karnevalesken Figuren.

www.orsay-museum.fr

Schau in Wien präsentiert Mutterbrust in der Kunst

Mit der Mutterbrust in der Kunst setzt sich eine Ausstellung im Dom- und Diözesenmuseum in Wien auseinander. In der Schau namens «Maria Lactans» sind bis zum 27. Februar rund 70 Werke zu sehen, deren Thema eine stillende Frau ist. «Über Jahrhunderte war es das Selbstverständlichste auf der Welt, eine Stillende darzustellen», sagte Museumsdirektor Bernhard Böhler. Die Bandbreite der Frauenfiguren mit Kind an der Brust reicht von der altägyptischen Göttin Isis, die den Horusknaben stillt, bis zu einer Interpretation von Pablo Picasso. Im Christentum gilt die Brust oft als Zeichen des Erbarmens, viele Exponate zeigen die stillende Gottesmutter Maria.

www.dommuseum.at

«Von Klimt bis Klee» in New York

«Von Klimt bis Klee» - unter diesem Titel zeigt die Neue Galerie für Deutsche und Österreichische Kunst in New York erstmals eine Ausstellung, die sich ausschließlich auf die Sammlung ihres Mitbegründers Serge Sabarsky bezieht. Der aus Wien stammende Kunstsammler hatte sich nach seiner Emigration in die USA vor allem auf den Ankauf expressionistischer Kunstwerke etwa von Egon Schiele, Gustav Klimt, Ernst Ludwig Kirchner und Oskar Kokoschka konzentriert. Gemeinsam mit dem Kosmetikerben und Kunstmäzen Ronald Lauder plante er die Neue Galerie als Heimstatt für diese Werke. Allerdings erlebte Sabarsky die Eröffnung des inzwischen hochrenommierten Hauses an der Fifth Avenue 1996 nicht mehr - er starb wenige Monate vor der Einweihung.

www.neuegalerie.org

Rotlichtviertel in Londoner National Gallery

Die National Gallery in London bringt das Bordell ins Museum. Vom 18. November an können Besucher in einer Nachahmung des Amsterdamer Rotlichtviertels wandeln. «Die Hoerengracht» (Hurengracht) - eine Installation des US-Künstlerpaars Edward Kienholz (1927-1994) und Nancy Reddin Kienholz (geb. 1943) ist im Sunley Room zu sehen. Nie zuvor ist ein solches Werk in der Gemäldegalerie gezeigt worden. Die mit Alltagsobjekten wie Mülltonnen angereicherte Assemblage zeigt Frauen in Fenstern, Straßenecken und Hauseingängen, wie sie dem ältesten Gewerbe der Welt nachgehen. Sinn der Ausstellung soll sein, die «Grenzen zwischen Museumsraum und Realität zerfließen» zu lassen und das Konzept «Liebe gegen Geld» neu zu erforschen. Die Schau läuft bis 21. Februar 2010.

www.nationalgallery.org.uk

 

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