Oper - zünftig und vergnüglich

Wer Oper fast ohne Gesang liebt, die bayerische Mundart versteht und drei lange Opernabende zu einem zusammenfassen möchte, ist bei den Opern auf Bayrisch im Gärtnerplatztheater genau richtig.

Bayrische Umdeutungen

Kurz auf einen Nenner gebracht funktionieren die Opern auf Bayrisch so: Paul Schallweg versetzt in seinen Texten die Opernhelden nach Bayern, verpasst ihnen ein entsprechendes Outfit und transferiert die Handlung in die heimische Mundart. Friedrich Meyer arrangiert die entsprechende Musik für Blasmusik-Ensemble, welches virtuos von Rolf Wilhelm dirigiert wird. Dazu kommen bekannte bayrische Schauspieler wie Conny Glogger, Gerd Anthoff, Michael Lerchenberg oder Winfried Frey, die die Texte lebendig werden lassen. Fertig sind die humorvollen und frechen Umdeutungen weltberühmter Opern.

Dritte Runde mit Aida, Zauberflöte und Holländer

Die Opern auf Bayrisch sind inzwischen bereits ein fester und überaus beliebter Bestandteil des Gärtnerplatztheaters. Beim dritten und vorerst letzten Termin sind Aida von Verdi, Mozarts Zauberflöte und der fliegende Holländer von Wagner zu erleben. Dabei kommen die Aufführungen fast ohne Gesang aus und auch von den mitreißenden Melodien sind nur Fragmente zu hören. So werden beispielsweise die Wagner-Klängen des Holländers schnell bayrisch-idyllisch und zwischendurch gibt’s sogar Jazz-Einlagen. Für Überraschungen sorgt immer wieder der Percussionist Werner Hofmeister, der Kochtöpfe, Kuhglocken, Waschbrett, Bratpfanne und Vogelpfeifen im Einsatz hat.

Bayerischer Mundartdichter

Paul Schallweg, für die Texte verantwortlich, wurde 1914 in München geboren und war Schriftsteller, Kulturmanager und Kulturförderer in einem sowie engagierter Freund bayerischer Volksmusik und bayerischen Brauchtums. Von seinen „Opern auf Bayrisch“ verfasste er 25 Adaptionen, die in Hörfunk und Fernsehen und auf vielen Volksbühnen aufgeführt werden. 1984 erhielt er für sein Werk die Auszeichnung: „München leuchtet – Den Freunden Münchens“.

Arrangements und Komposition

Friedrich Meyer-Gergs, 1915 in Bremen geboren, arbeitete unter dem Pseudonym Bert Oltmann als Komponist, Arrangeur und Bandleader. Unter anderem verfasste er die deutschen Beiträge 1957 und 1958 zum Eurovision Song Contest: Telefon, Telefon und Für zwei Groschen Musik, beide gesungen von seiner Ehefrau Margot Hielscher. Nach dem Zweiten Weltkrieg engagierte er die Last-Brüder für das neu gegründete Unterhaltungsorchester von Radio Bremen. Später entstanden unter anderem Filmkompositionen für "Hallo, Fräulein", "Der Teufel führt Regie", "Illusion in Moll", "Die Barrings", "Muss i denn zum Städtele hinaus" oder "Die fromme Helene".

Weitere Informationen:

Opern auf Bayrisch Dienstag, 21. Juni 2011

Staatstheater am Gärtnerplatz

Gärtnerplatz 3 80469 München

Tel.: 089/202411

E-Mail: info@st-gaertner.bayern.de

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