Das Gerichtsverfahren gegen zu Guttenberg ist eingestellt. Der Ex- Verteidigungsminister musste allerdings 20.000 Euro an die Kinderkrebshilfe zahlen. Aus diesem Anlass führte globe-M mit Dr. Tristan Straub, Professor für Wirtschaftsrecht in Berlin, ein Gespräch über Plagiate in Kunst, Wissenschaft und Politik.
Die Situation
Guttenberg äußerte sich in der Zeit auch zu seinem möglichen politischen Comeback in Deutschland - was offenbar viele Bundesbürger zu wünschen scheinen. Helene Hegemann arbeitet an der Verfilmung ihres Plagiat-Romans "Axolotl Roadkill". Geht uns das alle an? Wenn ja, was? Oder sind das alles nur bloße Kavaliersdelikte? Das mehrteilige globe-M Experten-Interview gibt Aufschluss.
Während der letzten beiden Jahre erlebte die deutsche Öffentlichkeit eine Reihe von Diebstählen geistigen Eigentums bei Doktorarbeiten von prominenten Politikern. Helene Hegemann, Tochter des ehemaligen Chefdramaturgen der Berliner Volksbühne, Carl Hegemann, steht im Zentrum des jüngsten großen Literaturskandals: Ihr Roman „Axolotl Roadkill“, erschienen im Januar 2010, enthielt massive Plagiate. Während der deutsche Verteidigungsminister Karl Theodor Freiherr von und zu Guttenberg sowie die Vizepräsidentin des Europaparlaments Silvana Koch-Mehrin ihre Ämter und Doktorgrade verloren, kam Helene Hegemann mehr als glimpflich davon: Das Hamburger Thalia-Theater hat ihren“ Roman sogar auf die Bühne gebracht. Als Wiedergutmachung gab der Ullstein-Verlag eine von Hegemanns nichtgenannten Quellen, den Roman „Strobo“ des Bloggers Airen, im Oktober 2010 als Taschenbuch heraus. Außerdem gibt es in den aktuellen Auflagen von „Axolotl Roadkill“ inzwischen ein Nachweisverzeichnis nebst Danksagung. Damit scheint das Hauptopfer des Plagiates – Airen – abgefunden zu sein. Allerdings ist der ganze Skandal vor allem als Medienaffäre inszeniert worden, ein Gerichtsprozess wurde vermieden. Die angeblich „hitzige Debatte“ in Fernsehen und Feuilleton war so schonend verlaufen, dass Anatol Stefanowitsch in seinem Blog die „schmunzelnde Komplizenschaft des Feuilletons“ rügte.
globe-M: Sind Plagiate in der Wissenschaft ernster zu nehmen, als in der Kunst- und Literaturszene?
Tristan Straub: Auf den ersten Blick sieht es so aus, als verhängten Politik und Wissenschaft über den Diebstahl geistigen Eigentums strenge Sanktionen, während die Literatur ihn als Kavaliersdelikt behandelte. Das wäre aber ein vorschneller Befund. Wie verrottet Teile der Politik sind, offenbarte die Kanzlerin, Dr. Angela Merkel, als sie Guttenberg mit den Worten verteidigte, sie „habe einen Verteidigungsminister berufen, und keinen wissenschaftlichen Assistenten“.
globe-M: Damit provozierte sie die Gelehrtenrepublik derartig, dass die Jagd nach Plagiaten im Internet auf Foren wie „GuttenPlag“ zum Volkssport wurde. Bis dahin hatte der Bild-Kolumnist Franz-Josef Wagner die Stellung gehalten, als er schrieb: „Macht keinen guten Mann kaputt – Scheiß auf den Doktor!“ Könnte man spekulieren, dass die Kanzlerin dem politischen Jungstar ihres Kabinetts mit ihrer „Verteidigung“ einen Bärendienst erweisen wollte?
Tristan Straub: Honi soit qui mal y pense - Ein Schelm, wer Böses dabei denkt! Für den – scheinbar - unterschiedlichen Umgang mit Plagiatsfällen in den Systemen von Kunst, Politik und Wissenschaft liefert ein viertes gesellschaftliches Subsystem den Rahmen: die Wirtschaft, genauer, die Ökonomisierung dieser Bereiche. Der Doktorgrad bildet in der angeblichen „Leistungsgesellschaft“ eine weit über Academia hinauswirkende Ressource, denn die deutsche Upper Class verwendet in ihrem Streben nach Prestige das Präfix „Dr.“ quasi als Ersatz für das „von“ des ehemaligen Adels. Immerhin bedeutet das einen qualitativen Fortschritt, denn die Elite muss wenigstens so tun, als achte sie die Wissenschaft. Und bietet der Doktorgrad nicht doch eine elegantere Distinktion, als das schiere Geldvermögen oder der das jeweilige Limit anzeigende Farbcode der Kreditkarten?
globe-M: Jedenfalls in Deutschland ist der Doktor nicht nur der höchste akademische Abschluss, sondern gerade außerhalb der Wissenschaft, im Management der Wirtschaft wie im öffentlichen Dienst, das Statussymbol schlechthin, wie der Professor Michael Hartmann nachwies, um sogleich den „Mythos der Leistungseliten“ zu entlarven Es geht um den richtigen Habitus, um den „Stallgeruch“, um die Kenntnis der „feinen Unterschiede“, so Pierre Bourdieu. Schon Thorstein Veblen betonte in seiner „Theory of the Leisure Class“, dass Universitätsabschlüsse vor allem signalisieren sollen, dass ihr Träger auf die anerkannte, prestigeträchtige Weise Zeit und Geld verschwendet hätte und deshalb „dazu gehöre“.
Tristan Straub: Insofern begrüße ich es beinahe, wenn Hochstapler wie Guttenberg einen Beitrag zur Aufklärung über die Hohlheit der Eliten sowie über die Untertänigkeit und Expertengläubigkeit des Publikums leisten.
globe-M: Die Doppeldeutigkeit, mit der im deutschsprachigen Raum aus einer akademischen Qualifikation ein gesellschaftliches Distinktionsmerkmal wird, das Ministerialbeamte und Unternehmensmanager für ihren Geltungsanspruch viel stärker benötigen, als dies in vielen anderen Ländern - zum Beispiel in Frankreich - üblich ist, kann die inhaltlichen und persönlichen Qualitätsanforderungen anscheinend doch nicht ganz ausblenden und schlägt nun auf einige prominente Vertreter des Establishments zurück. Viele dieser Doktorarbeiten haben nicht den Hauptzweck, einen Beitrag zum Fortschritt der Wissenschaften zu leisten, sondern die Karriere des Doktoranden außerhalb der Hochschulen zu fördern. Die Doktorväter machen das mit, aus guten und weniger guten Gründen; man denke nur an die Drittmittelpolitik. Doch darf man dabei nicht zu plump vorgehen: wenn direkte Bestechung oder Diebstahl, also Titelhandel oder Plagiat, herauskommen, muss das System den Schein wahren und die Promotion annullieren.
Das Paradox des akademischen Titelgeschäfts
Tristan Straub: Wir haben es hier mit dem Paradox des akademischen Titelgeschäfts zu tun, das ich einmal bei einem Vortrag so formulierte: „The bigger the proportion of direct money in a person‘s academic efforts becomes, the less his or her degree would be worth – at least if it comes out...” Wenn die Geldzahlung zu nahe an eine direkte Gegenleistung für eine Mastergraduierung oder eine Doktorpromotion herankommt, verliert der Titel seinen Wert – jedenfalls wenn’s ’rauskommt! Bis zu dieser fatalen Schwelle jedoch scheint die Entwicklung auch in der Wissenschaft dahin zu gehen, dass „das Geld auf alles eine Antwort hat“, um mit dem Prediger Salomo zu reden.
globe-M: Soll das ernsthaft heißen, dass Mäzenatentum, Sponsoring, die Stiftung von Professuren, die Einrichtung von Stipendien und wohlgezielte Spenden zum Titelhandel etwa in einem ähnlichen Verhältnis stehen, wie Lobbyismus zur Bestechung? Also eine elegantere Entwicklungsstufe der Korruption, bei der man sich gegenseitig Gefallen tut, aber nicht so plump wäre, eine direkte Gegenleistung zu fordern? Setzt großer Reichtum eher auf langfristige Abhängigkeiten als auf kurzfristigen Austausch? Bewirken Studiengebühren eine künstliche Verknappung der „guten“ Studienplätze, so dass die Elite eben an teuren Hochschulen ihren Abschluss macht?
Tristan Straub: Das „Paradox des akademischen Titelgeschäfts“ soll eigentlich den marktfundamentalistischen Glauben parodieren, der uns seit den 1980er Jahren predigte, die Verteilung von Gütern entweder gleich dem Markt zu überlassen oder so zu regeln, wie sie bei Existenz eines Marktes ohne Transaktionskosten verteilt würden. Eine prominente Rolle spielte in meinem Fachgebiet die sogenannte „Ökonomische Analyse des Rechts“, das „Law & Economics Movement“, welches aus der „Chicago School of Economics“ entsprang. Diese glaubt herausgefunden zu haben, welche der Parteien sich beim Streit um die Nutzung von Land (oder anderen Ressourcen) durchsetzen und das Recht haben solle, die andere Seite davon auszuschließen. Die Lösung müsse der besten Verteilung dieser Güter, also der „optimalen Allokation“, entsprechen. Welche aber ist angeblich die „beste“? Diejenige, die sich im Idealfall von selbst einstellen würde, und sei es nach einigen Verhandlungen und Übertragungen auf dem freien Markt, weil – ich zitiere - die Ressourcen dazu neigten „zu ihrem höchstwertigen Gebrauch zu streben, wenn der freiwillige Austausch - ein Markt - gestattet ist“. So behaupteten es besonders prominent der Wirtschaftsnobelpreisträger von 1992, Ronald Harry Coase, und der US-Bundesrichter Richard Alan Posner, von dem das Zitat stammt. Das Recht habe diesem Idealfall möglichst nahe zu kommen, d.h. Hindernisse und Nachteile bei Markttransaktionen auszuräumen – oder seine Urteile am Modell eines idealen Marktes auszurichten. Zusammenfassend läuft das sogenannte Coase-Theorem darauf hinaus, dass Rechte oder Vermögenswerte derjenigen Person zustehen sollten, in deren Händen sie den größten Wert besäßen. Alles andere sei ineffizient, eine Verschwendung, welche die Allgemeinheit um mögliche Zuwächse bringe: insgesamt gesehen also entgangener Gewinn.
globe-M: Und dieser Wert in den Händen des besten Nutzers wird durch Geld gemessen?
Tristan Straub: Man drückt es selten so direkt aus, aber ja: ob ein Gut in den Händen der einen Partei größeren Wert hätte als in denen der Gegenseite, zeige sich an ihrer Bereitschaft, mehr als die andere zu investieren, um es zu bekommen. Darin offenbare sich zugleich die Erwartung, höheren Gewinn aus der Sache zu ziehen, als der Gegner es zu tun hofft. Gemeinsamer Maßstab für diese Erwartungen ist – ganz neoklassisch - das Geld, der Preis, den sie jeweils bieten würden.
globe-M: Die Bereitschaft, hohe Studiengebühren zu bezahlen, zeigt dann an, was der Studienabschluss „wert“ ist? Dann würden wir uns auf einen akademischen Snobeffekt zu bewegen: Man möchte an einer bestimmten Hochschule studieren, weil sie teuer ist. Nun, das passt zu Thorstein Veblens schon erwähnter „Theorie der feinen Leute“, nach dem der „Snob-Effekt“ ja auch „Veblen-Effekt“ heißt.
...und seine Widerspiegelung im Markenfetischismus
Tristan Straub: Und doch kommt es auf eine Prise Selbstbetrug an: Wer etwa dem Markenkult huldigt, macht sich selten klar, dass das damit symbolisierte Prestige gerade durch dasjenige Opfer erzeugt wird, das er ihm bringt, indem er viel Geld bezahlt. Viel eher wird er sich einreden, die überlegene Qualität der Markenware rechtfertige den Preis.
globe-M: Dass sich die Fälschungen in Material und Verarbeitung dem Original allzu oft als gleichwertig entpuppen, ist inzwischen durch viele Beispiele belegt. Aber im Hinblick auf die Wissenschaft leuchtet der zynische Zweifel am Zusammenhang von Qualität und Preis nicht ohne weiteres ein, denn eine reiche Universität wird sich doch die wertvollste Ausrüstung und vielleicht auch die besten Professoren leisten können.
Tristan Straub: Mag sein – aber kommt es darauf wirklich an? Wieso verlangt die Harvard University eigentlich immer noch Studiengebühren – oder das Trinity College im englischen Cambridge? Sie sind so reich, dass sie den Zugang gratis eröffnen könnten, aber sie tun es nicht. Es muss wie bei Luxusmarken ein Interesse der Zielgruppe bedient werden, durch hohe Preise und spektakuläre Vernichtungsfeldzüge gegen Produktfälschungen vor allem das Distinktionsbedürfnis der Stammkundschaft zu beruhigen und deren Abstand von den Normalsterblichen zu inszenieren. Deshalb ließ zum Beispiel Rolex Tausende von gefälschten Uhren zermalmen, und deshalb weigerte sich auch Nike, die vor ein paar Jahren vom Hamburger Zoll beschlagnahmten Fälschungen als Spende an Arme zu verteilen.
globe-M: Das wird Nike doch wohl kaum als Grund angegeben haben.
Tristan Straub: Nike selbst sagte zu dieser Frage gar nichts. Den Vorschlag machte Johannes B. Kerner im Februar 2008 in seiner ZDF-Fernsehshow – und der Vertreter der Zollbehörde fühlte sich bemüßigt, die Weigerung des Unternehmens damit zu rechtfertigen, dass man doch armen Leuten keine minderwertigen Schuhe zumuten dürfe – als ob nicht kurz zuvor bewiesen worden wäre, dass die Qualität der Nachahmung von derjenigen des Originals nicht wesentlich abwich! Der Zollbeamte hatte einen bestimmten Schuh zielsicher als gefälscht erkannt und dann zerrissen, um zu demonstrieren, dass die Sohle im Kern bloß aus Pappe bestand. Der Talkmaster aber ergriff das Original, zerriss es ebenfalls – und siehe da: ebenfalls Pappe.
globe-M: Also wäre es für die Armen besser, gar keine Schuhe zu erhalten, als in gefälschten herumlaufen zu müssen?
"Plagiat" ist nicht gleichzusetzen mit "Fälschung"!
Tristan Straub: Übrigens werden Plagiat und Fälschung leider oft verwechselt oder gar gleichgesetzt. Doch wird einem Urheber bei der Fälschung genaugenommen nichts Geistiges „weggenommen“, denn der Fälscher behauptet (anders als der Plagiator), dass die Sache gerade nicht von ihm selbst stammt, sondern von einem anderen. Es handelt sich deshalb eher um eine aufgedrängte geistige „Bereicherung“ des Künstlers oder Markeninhabers durch den Fälscher. Der Hersteller der echten Ware will für die Fälschung keine Verantwortung übernehmen und sorgt sich um seinen Ruf bei den Liebhabern des Originals. Die sogenannte „Verwässerung“, also Normalisierung, Banalisierung oder gar Vulgarisierung bildet eine Gefahr, welche Luxusmarken besonders fürchten, da sie den Imitaten mitunter nicht materiell, sondern nur sozial überlegen sind und ihr wesentlicher Qualitätsvorteil in der Exklusivität ihres Prestiges besteht, also wortwörtlich darin, zu zeigen, dass viele von der Teilhabe ausgeschlossen sind.
globe-M: Erschreckenderweise macht die massenhafte Vernichtung von Luxusmarkenartikeln sogar vor Originalware nicht halt, sondern gilt manchem Manager als „rational“, wie die Aktion der Meißener Manufaktur belegt, welche 2010 ihr Porzellan zerschlug - angebliche Ladenhüter, die man aber nicht billiger verkaufen wollte, weil dies dem Ruf der Marke geschadet hätte. Stattdessen sollten die fein von Hand bemalten Gefäße lieber zu Bruch gehen. Doch zurück zur Wissenschaft. Darf das Vorgehen der Hochschulen gegen Hochstapler, Titelhändler, Ghostwriter und Plagiatoren doch nicht bloß zur Markenpflege und Werbecampagne herabgewürdigt werden?
Tristan Straub: Nein, es handelt sich durchaus um berechtigte Notwehr. Trotzdem wäre es besser, wenn sich die Gesellschaft im Klaren wäre, dass die Macht- und Geld-Elite sich mit akademischen Graden auszeichnet, die inhaltlich nicht notwendigerweise etwas mit ihren Privilegien und Karrieren zu tun haben. Solange hohe Ämter und Posten gerade außerhalb der Wissenschaft ohne den „Dr.“ kaum, mit ihm aber leichter zu erreichen sind, besteht auch ein erhöhter Anreiz zum Verrat oder Betrug an der Wissenschaft. Dabei will ich aber betonen, dass mir die Vorliebe der deutschsprachigen Elite für den „Dr.“ noch immer lieber ist, als das Streben der englischen Gesellschaft nach Adelstiteln.
globe-M: Auch dort übertrieb die Plutokratie, als der Premierminister David Lloyd George Ritterwürden und Lordschaften gegen Parteispenden verkaufte. Seit dem Honours (Prevention of Abuses) Act von 1925 ist das zwar strafbar, aber es bleibt ja der elegantere Umweg, das Allgemeinwohl mit Mäzenatentum und Spenden zu fördern – und nebenbei in die „richtigen“ Bahnen zu lenken, um das Verdiente in Verdienste umzuwandeln und zu guter Letzt geadelt zu werden. In so einem System gegenseitiger Gefälligkeiten entsteht ein Verständnis füreinander, das ohne direkte Geldzahlungen auskommen will und es sich leisten kann, nur die besten Absichten bewusst werden zu lassen. Das dabei entstehende „Vertrauen“ derjenigen, die sich zur Elite gehörig glauben, kann aber allzu blind machen, so dass nicht nur derjenige, der es missbraucht, als Betrüger, sondern derjenige, der es hegte, als „nützlicher Idiot“ dasteht. Falsche Loyalität zeigt sich, wenn in dem Gutachten von Doktorvater Peter Häberle zu lesen ist, aus welch vortrefflichem Stall der Doktorand zu Guttenberg stamme.
Tristan Straub: In demselben Gutachten, das die plagiatsdurchwirkte Dissertation mit der Bestnote „summa cum laude“ pries?
globe-M: Ebendort. Wir erfahren auf Seite 6 des Gutachtens, dass der Vater des Doktoranden „ein berühmter Dirigent“ sei. Was diese Information dort zu suchen hatte, gibt wohl weniger Aufschluss über die Dissertation, als über den später tief getroffenen Doktorvater.
Das Interview führte Justinus Pieper. Es wird fortgesetzt.